🚀 KI-News vom 14. Oktober 2025

1) OpenAI kooperiert mit Broadcom für eigene KI‑Chips

OpenAI hat eine strategische Partnerschaft mit Broadcom bekannt gegeben, um gemeinsam eigene KI‑Beschleuniger zu entwickeln. Die Chips sollen nicht nur entworfen, sondern auch in großen Mengen ausgerollt werden – allein 10 Gigawatt Kapazität sind geplant, mit Rollout ab Ende 2026.
Der Hintergrund: OpenAI will sich langfristig weniger von externen Chipanbietern abhängig machen und Infrastrukturkosten sowie Engpässe besser kontrollieren. Durch eigene Hardware gewinnt das Unternehmen mehr Freiheit bei Optimierung, Skalierung und Preisgestaltung.
Für KMU und Privatnutzer*innen bedeutet das: In ein paar Jahren könnte die KI‑Rechenleistung stärker im Wettbewerb stehen, was zu günstigeren Kosten für API‑Nutzung, bessere Performances und mehr Wettbewerb im Hardwarebereich führen kann.

2) Google bringt Browsersteuerung per KI‑Agent („Gemini 2.5 Computer Use“)

Google hat eine neue KI vorgestellt, die Web‐Interfaces direkt bedienen kann: sie führt Klicks, Texteingaben, Drag & Drop etc. aus – also so, wie ein Mensch im Browser agiert.
Das eröffnet großes Potenzial für Automatisierung in Bereichen, in denen keine API existiert: Formularverarbeitung, Legacy‑Systeme oder Webtools ohne offizielle Schnittstellen können so agentisch genutzt werden.
Für kleine Unternehmen ist das besonders spannend: Prozesse, für die bisher teure Schnittstellen programmiert werden mussten, könnten künftig “durch Agenten” automatisiert werden. Man braucht aber klar definierte Grenzen, Sicherheitsmechanismen und Überwachungen.

3) Neuer KI‑Modus in Google Suche startet in Deutschland

Der KI‑Modus der Google‑Suche, der in über 40 Ländern eingeführt wird – darunter Deutschland, Österreich und Schweiz –, ersetzt traditionelle Link‑Listen durch interaktive Antworten, Dialoge und erklärende Schritte.
Technisch basiert dieser Modus auf Gemini 2.5 und erlaubt mehrstufige Fragen, erweiterte Kontexte und vertiefte Antworten. Für Benutzer bedeutet das: weniger Klicks, schnellere Lösungen, aber auch weniger Traffic für klassische Websites.
Für Website‑Betreiber und KMU, die auf Suchmaschinen‑Besuche angewiesen sind, heißt das: Strategien überdenken. Inhalte müssen so optimiert werden, dass sie weiterhin als Quellen in den KI‑Antworten erscheinen – also hochwertige, verlässliche, verlinkbare Inhalte liefern.

4) US‑Bundesstaat Kalifornien verlangt: KI muss kennzeichnen, wenn sie spricht

In Kalifornien gilt ab dem 13. Oktober 2025 ein neues Gesetz, das fordert, dass KI‑Chatbots deutlich kennzeichnen müssen, wenn ein Nutzer mit einer KI spricht – nicht mit einem Menschen. Zudem müssen Betreiber Protokolle führen und bei riskanten Themen (z. B. Suizid, Selbstverletzung) bestimmte Meldepflichten beachten.
Das soll Transparenz schaffen, Missbrauch verhindern und Nutzer schützen, insbesondere vulnerable Gruppen wie Kinder. Kalifornien setzt hier Maßstäbe für Regulierung im KI‑Bereich.
Für europäische Unternehmen: Solche gesetzlichen Entwicklungen zeigen, dass KI‑Transparenz nicht nur eine ethische Pflicht, sondern zukünftig oft gesetzlich vorgeschrieben sein könnte. Wer jetzt schon auf klare Kennzeichnungen, Rückverfolgbarkeit und Verantwortlichkeit achtet, ist vorbereitet.

5) Markttrend: KI‑Spielzeug für Kinder boomt, auch in China schon stark

Der Markt für KI‑gestütztes Spielzeug wächst rapide, vor allem in China. Hersteller wie Mattel und OpenAI planen, entsprechende Produkte noch im laufenden Jahr einzuführen.
Solche Geräte kombinieren Sprach‑/Bildverarbeitung mit Interaktivität, Lernen oder Unterhaltung und sind deshalb technisch herausfordernd und regulierungsanfällig (Kinderschutz, Datenschutz).
Für Eltern und kleine Firmen (z. B. Spielwarenhersteller, Ed‑Tech): Das bedeutet Chancen und Risiken gleichermaßen. Innovationspotenzial existiert, aber Produkte müssen sorgfältig geprüft werden – vor allem in Bezug auf Datenschutz, Sicherheit und ethischen Umgang.

6) Bitkom: Zwei Drittel der Deutschen über 16 nutzen KI bereits

Laut einer aktuellen Studie von Bitkom nutzen 67 % der Deutschen ab 16 Jahren zumindest gelegentlich generative KI (Chat‑Assistenten, Text‑/Bildgeneratoren etc.), zuvor lag der Wert bei rund 40 %.
Der rapide Anstieg signalisiert: KI ist zunehmend Teil des Alltags – sei es zur Inhaltserstellung, Recherche oder einfacher Aufgabenautomatisierung. Richtig eingesetzt, kann das Haushalte und Firmen produktiver machen.
Für KMU und Selbständige: Nutzung von KI ist heute kein “Nice to Have” mehr, sondern wird zunehmend als Standard erwartet – bei Service, Marketing, Büroabläufen. Wer früh einsteigt, kann sich Wettbewerbsvorteile sichern.

7) Deutschland rüstet Recheninfrastruktur auf: Supercomputer „Jupiter“ in Jülich

In Deutschland wurde der Supercomputer „Jupiter“ im Forschungszentrum Jülich in Betrieb genommen. Er kann die für KI verfügbare Rechenleistung potenziell um das 20‑fache steigern.
Diese Investition ist Teil einer Strategie zur Stärkung der digitalen Souveränität – insbesondere mit Blick auf große KI‑Modelle, die enorme Hardwarekapazitäten benötigen und oft von internationalen Anbietern dominiert werden.
Für Unternehmen in DACH heißt das: Mehr lokale Optionen für Rechenleistung, eventuell geringere Latenz und bessere Datenschutzbedingungen – besonders relevant, wenn sensible Daten verarbeitet werden sollen.